Stottern

Neben den Kernsymptomen entwickeln manche Stotternde beim Sprechen sogenannte sekundäre Symptome, wie Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur oder zusätzliche Körperbewegungen. Viele Betroffene reagieren mit Vermeidungsverhalten, was zu einem gesellschaftlichen Rückzug führen kann. Häufig wird versucht mit „Tricks“, wie zum Beispiel dem Austausch von Wörtern oder dem Einsatz von Füllwörtern das Stottern zu umgehen, damit der Gesprächspartner es nicht bemerkt. Die Intensität des Stotterns kann je nach Gefühlslage, Situation und Gesprächspartner schwanken, es ist jedoch eine körperliche bedingte Sprechbehinderung – keine psychische Störung.

 

Ich arbeite nach dem Nichtvermeidungsansatz von Charles van Riper, auch Stottermodifikation genannt. Bei dieser Therapierichtung wird am Stottern selbst angesetzt. Der Patient erwirbt in der Therapie Techniken, mit denen er in der Lage ist, Symptome zu lösen bzw. diese gar nicht erst auftreten zu lassen, wenn er Stottern vorausahnt. 

 

 

Obwohl selbst betroffen, weiss der Stotternde oft wenig über seine Sprechstörung. Die Therapie regt die Auseinandersetzung mit dem Thema "Stottern" an und vermittelt nötiges Wissen, um damit sachlicher und somit angstfreier umgehen zu können. Ein wichtiger Bestandteil ist zudem der Angstabbau, bei dem unter anderem Alltagssituationen (Telefonieren, Fremde ansprechen, usw.) trainiert werden. Der Betroffene kann lernen, selbstbewusster und entspannter mit seiner Sprechunflüssigkeit umzugehen. Unterstützt werden die Therapiemaßnahmen durch Audio- und Videoanalysen.

Logopädische Arbeit mit Kindern ab 2 Jahren

Fünf Prozent aller Kinder durchlaufen in ihrer Sprachentwicklung eine Phase des Stotterns. Nur bei einem Prozent bleibt die Sprechstörung bestehen. Jungen sind viermal so häufig betroffen wie Mädchen. Man kann nicht voraussagen, welches Kind sein Stottern wieder verliert, eine frühe Therapie erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit einer Remission. Es soll zudem vermieden werden, dass das Kind angestrengte Begleitsymptomatik entwickelt.


Bei jüngeren Kindern spielt die Elternberatung eine große Rolle. Durch fachkompetente Wissensvermittlung gewinnen die Eltern wieder an Sicherheit in ihrem Umgang mit ihrem stotternden Kind. Sie sind in den Therapiestunden anwesend und werden zu häuslichen Übungen angeleitet.

 

 

Praxis für Logopädie &

Gesundheitscoaching Viola Koch

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Therapieraum der Praxis für Logopädie Viola Koch in Neuwied